Inhaltsverzeichnis

1) Übertragung

2) Zusammenleben mit seelisch verletzten Kindern

3) Probleme

4) Supervision

Probleme

Ruhe bewahren.

In Problemsituationen sollten Sie sich nicht provozieren lassen und vor allem konsequent sein. Das Kind muss sich auf ihre Reaktion verlassen können und es ist besonders wichtig, dass sie in diesen Situationen die Ruhe bewahren und viel Geduld zeigen. Dies gelingt am besten, wenn sie sich immer wieder klar machen, dass die Reaktion des Kindes nichts mit ihnen persönlich zu tun hat, sondern in seinen traumatischen Vorerfahrungen begründet ist.

Probleme in Alltagssituationen.

Probleme können in allen erdenklichen Bereichen auftreten und sind so individuell wie die Kinder selbst. Sie können in der Familie, im Kindergarten, in der Schule, in jeder Art von Gruppen und besonders in für Sie wichtigen Situationen auftreten. Viele Pflegeeltern berichten von besonderen Auffälligkeiten bei Familienfesten oder anderen Veranstaltungen, die Ihnen wichtig sind.

Reaktionen des Umfeldes.

Hinzu kommen die oft schwer zu ertragenden Reaktionen des Umfeldes. In vielen Fällen kann man sagen, dass Ratschläge eben auch Schläge sind, kommen sie auch noch so wohlgemeint daher. Als Pflegeeltern stehen Sie oft unter besonderer Beobachtung der Gesellschaft, da der Fokus auf "das arme Kind" gerichtet ist und die unbedingt notwendige Konsequenz fehlgedeutet und argwöhnisch beobachtet wird. Anderen Menschen ist nicht klar, was es heißt, mit einem traumatisierten Kind zu leben. Es ist absolut kein Vergleich zum Leben mit leiblichen Kindern, die diese frühkindlichen Traumata nicht erleben mussten. Die Ausprägung der Auffälligkeiten ist um ein Vielfaches höher als die normalen Verhaltensweisen sicher gebundener Kinder.